Wien (OTS/SK) – Es ist wichtig, trotz des Krieges in der Ukraine in der Landwirtschaftspolitik weiterhin faktenbasiert und mit Augenmaß zu agieren. Es ist wichtig, dass auf europäischer Ebene nicht überreagiert wird, es braucht keine Aufgeregtheit und künstliche Knappheits-Szenarien, aus denen einige wenige Profit aus diesem Krieg ziehen würden. „Ich fordere Landwirtschaftsministerin Köstinger auf, sich dafür einzusetzen, dass mehr Lebensmittel-Getreide angepflanzt wird“, so SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Cornelia Ecker am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. **** Es wird zu viel Getreide in den Trog und in den Tank geworfen. Es ist eine Schande, dass Menschen hungern und gleichzeitig einige wenige davon profitieren, dass Getreide für Agrosprit verwendet wird. „Zuerst der Teller, dann der Trog und dann der Tank – dafür muss sich Köstinger einsetzen“, betonte Ecker. Es besteht weiters die Gefahr, dass Konservative versuchen, mit Verweis auf diesen Krieg den Green Deal, also Schritte in Richtung naturnaher Landwirtschaft, zu untergraben. Am Green Deal muss festgehalten werden, weil zeitgleich zum Ukraine-Krieg die Klimakrise existiert und keine Pause macht. Daher dürfen Brachflächen, die wesentlich für die Erhaltung von Artenvielfalt und Bestäuberleistung sind, nicht einer intensiven Bewirtschaftung geopfert werden. Österreich und Europa brauchen diese Flächen, um auch in Zukunft gute Böden und Erträge zu haben. Abschließend warnte die SPÖ-Landwirtschaftssprecherin davor, dass versucht wird, diese Situation auszunützen, um in Europa mehr und nicht weniger chemisches Ackergift zu verwenden. (Schluss) PP/ls
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