Welser FH-Rettungsroboter gewinnt German Open

Das Welser FH-RoboRacing-Team kann wieder einen tollen Erfolg vermelden.

Beim „RoboCup German Open“ in Magdeburg gewann der Rettungsroboter „MARK“ nach spannendem Finalkampf in der Kategorie „Best of Manipulation“. Das Automatisierungstechnik-Studententeam hat für diesen Wettbewerb eigens einen siebenachsigen Roboterarm entwickelt, der Hilfspakete zum Opfer in eingestürzten Häusern bringen kann.

Das Team konnte so den Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen“, freut sich Teamleiter DI (FH) Raimund Edlinger MSc.

Beim 13ten RoboCup German Open traten 43 internationale Teams in der Major-League an. Es wurde in den Kategorien Fußball, Rescue (Rettungsroboter), Home-League (Haushaltsroboter), Logistik und RoboCup@Work hart um die Plätze gekämpft.

Rettungsroboter für Katastropheneinsätze
In der Rescue-League werden in einer Testumgebung mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen reale Situationen nachgestellt, wie etwa nach Explosionen oder Erdbeben. Der Rettungsroboter soll in einsturzgefährdete Gebäude einfahren, dabei unwegsames Terrain überwinden und mittels Wärmebildkamera, Webcams, CO2-Sensor und Mikrofon nach Verletzten suchen.

Eine Aufgabe des Welser Rettungsroboters ist es auch, eine Orientierungskarte des Katastrophengebietes anzufertigen, die Opfer einzuzeichnen und diese Daten via WLAN an die Einsatzzentrale zu senden.

Mit einem speziellen Roboterarm ist es auch möglich, den Opfern Hilfspakete mit lebensnotwendigen Medikamenten, Nahrung und Mikrofon zu bringen. Weiters werden auch Codes und Gefahrenzeichen erkannt und ebenfalls in der Karte markiert.

Dieses Jahr wurden vom RoboRacing-Team erstmals zwei Roboter gleichzeitig eingesetzt, bei der ein Rettungsroboter ferngesteuert wurde und der zweite Roboter autonom die Umgebung erkundete.

Der autonome Rettungsroboter blieb leider in aussichtsreicher Position mit einem Motorschaden liegen und musste aus dem Wettbewerb genommen werden. Eine neue Aufgabe der Rettungsroboter war auch, dass man einen Gashahn mit einem Greifer schließen musste. Weiters musste eine Barriere weggeschafft werden, um die Opfer erreichen zu können.

Siebenachsiger Roboterarm
Das Welser RoboRacing-Team hat sich im Rescue-Bewerb auf das Spezialgebiet „Manipulation“ fokussiert. Dabei mussten Türen geöffnet und Hilfspakete abgeliefert werden, Rohre inspiziert und Gashähne geschlossen werden.

Der Rettungsroboter „MARK“ der Automatisierungstechnik-Studierenden Raimund Edlinger, Michael Zauner, Armin Hopf, Christina Mergl, Christoph Diendorfer, Roland Giuliano, Sebastian Mandl, Josef Gürtl, Iris Grininger und Prof. (FH) Walter Rokitansky bewältigten die Aufgaben am besten.

Mit dem neuen selbst entwickelten siebenachsigen Roboterarm ist es möglich, kleine Hilfspakete zum Opfer zu bringen, wie zum Beispiel lebensnotwenige Medikamente, Nahrung oder ein Mikrofon. Eine besondere Herausforderung war sicherlich die Steuerung des Roboters und des Armes, denn man hat keinen direkten Sichtkontakt zum Roboter“, so Teamleiter und Steuermann DI (FH) Raimund Edlinger MSc. Das Team der Universität Paderborn konnte sich ebenfalls für diesen Award qualifizieren, bei dem im Finale ausschließlich die besten zwei Teams gegeneinander antreten konnten.

Spannendes Finale
Am Finaltag wurde für die zahlreichen Zuschauer ein spannendes Finale geboten. Es mussten in 20 Minuten zwei verschiedene realitätsnahe Aufgaben gelöst werden. Als erstes inspizierte der Roboter Rohre, in denen ein Bild mit einem Code zu detektieren war.

Souverän präsentierte sich der Roboter MARK. Als zweite Aufgabe musste ein Turm aus Holzklötzen aufgebaut werden. Dies dient bei echten Katastrophenfällen dem Stützen von einsturzgefährdeten Gebäuden.

Am 13. April um 20:15 wird auf ServusTV in der Sendung TM Wissen ein Bericht über das RoboRacing-Team der FH OÖ gebracht. Dabei wird neben dem Rettungsrobotern auch der neu entwickelte Roboter „Black Scorpion“ mit seinem omnidirektionalen Antrieb gezeigt.

Infos zum Automatisierungstechnik-Studium
Jetzt bewerben für das FH-Studium Automatisierungstechnik am FH-Campus Wels. Nähere Infos unter www.fh-ooe.at/at