„Not“verstaatlichung der Hypo ging Kauf um jeden Preis durch BayernLB voraus

Der derzeitige Strafprozess in München wirft ein bezeichnendes Licht auf die Geschäftsgebarung der BayernLB. Zuerst wollte man die Hypo um jeden Preis kaufen. Nachdem die Rechnung offenbar nicht aufging, mussten die österreichischen Steuerzahler in die Bresche springen“, kommentiert der freiheitliche Budgetsprecher NAbg. Elmar Podgorschek den derzeit laufenden Strafprozess gegen Werner Schmidt, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der BayernLB, sowie gegen weitere ehemalige Vorstandsmitglieder.

Der Anklageschrift sei zu entnehmen, dass Schmidt die Hypo Alpe Adria Bank unbedingt erwerben wollte. Es sei zu vermuten, dass die BayernLB über die Hypo vermehrt in spekulative Bankgeschäfte einsteigen wollte. Darauf wiesen auch die dubiosen Vorgänge um die Liechtensteiner Alpe Adria Privatbank AG hin, die von Ende 2006 bis Sommer 2007 im vollständigen Eigentum der damaligen BayernLB Tochter Hypo Alpe Adria war. Im August 2007 wurden der Liechtensteiner Alpe Adria Bank jegliche Wertpapiergeschäfte von der kanadischen Finanzaufsicht untersagt.

Nachdem die riskante Strategie, die der BayernLB Vorstand gemeinsam mit anderen Investoren der Hypo Alpe Adria oktroyiert hatte, nicht aufging, suchte der Vorstand der BayernLB offensichtlich nach einem möglichst kostengünstigen Ausweg. „Unter tatkräftiger Mithilfe des damaligen Finanzministers Pröll kam es schließlich zur Verstaatlichung der maroden Hypo. Sämtliche Risiken wurden damit auf die heimischen Steuerzahler übertragen“, so der FPÖ-Budgetsprecher.

Um all diese obskuren Vorgänge rund um die Hypo Alpe Adria Bank und die Verstaatlichung 2008 endlich aufzuklären, ist es dringend notwendig endlich einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu diesem Thema einzusetzen„, fordert Podgorschek abschließend.

Quelle: FPÖ Oberösterreich