Futurezone Award für Welser Automatisierungstechniker

Die futurezone hat kürzlich vor mehr als 600 Gästen im Wiener Museumsquartier die besten Ideen und Produkte des Jahres mit dem futurezone Award ausgezeichnet. Den Robotik-Award, eine der 13 Kategorien, konnte der Welser Automatisierungstechnik-Absolvent DI (FH) Raimund Edlinger mit seinem Rettungsroboter „Black Scorpion“ für sich entscheiden.

Mit neuartigem Antrieb und geringem Gewicht soll der Black Scorpion nach Katastrophen wie Erdbeben oder Gasexplosionen zum Einsatz kommen, eingestürzte Gebäude inspizieren oder die Lage von Opfern erkunden. Entwickelt wurde er im Rahmen der Masterarbeit des Welser Forschungsassistenten.

Philippinen: Persönlich betroffen
Raimund Edlinger´s Mutter stammt von der philippinischen Insel Panay, Provinz Antique. Ihre Heimat wurde in den letzten Tagen von der Taifun-Katastrophe zum Großteil zerstört. „Wir haben 1995 unser Haus im östlichen Teil der Philippinen stabiler gebaut. Es ist nun als einziges Haus im nahen Umkreis stehen geblieben“, so ein betroffener Raimund Edlinger und fügt hinzu: „Mein Ziel ist es, dass in Zukunft weltweit die großen Rettungsteams mit meinem Roboter-Know-how ausgestattet werden, um so viele Verletzte wie möglich zu retten!

Roboter müssen schnell und agil sein
Die Fortbewegung von mobilen Robotern stellt verschiedenste Anforderungen an das Gesamtsystem. „Einerseits muss ein Roboter schnell und agil sein, andererseits soll ein solches System in rauem Gelände zurechtkommen, wie z.B. mit Geröll, Kies oder Treppen“, erklärt Edlinger. Kettengetriebene Roboter werden oftmals als bester Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Geländegängigkeit angesehen, die aber einen hohen Energiebedarf haben.

Omni-direktionaler Antrieb für raues Gelände
Das Grundgerüst des neuartigen Leichtbau-Konzepts besteht aus einer Aluminiumkonstruktion, die wir mit Kohlefaser-Komponenten verstärkt haben. Weiters haben wir erstmals einen omni-driektionalen Antrieb entwickelt, der dem Roboter erlaubt, in alle Richtungen auf unwegsamem Gelände zu fahren.“, so Edlinger. Diese innovativen Eigenschaften haben den Vorteil, dass der Roboter sich in jede erdenkliche Richtung bewegen kann. Einerseits können neben der Vorwärts-, Rückwärts-, Links/Rechts-Bewegung auch seitliche und schräge Fahrtrichtungen vorgenommen werden.

2. Platz bei der Robocup-WM
Der Prototyp wurde heuer erstmals bei den RoboCup German Open und bei der RoboCup Weltmeisterschaft 2013 in Eindhoven präsentiert. Dort trat das FH-RoboRacingTeam noch mit dem Rettungsroboter MARK an und gewann in der Spezialwertung „Best of Manipulation“ den zweiten Rang.

Nähere Infos
Detaillierte Informationen zum FH-RoboRacingTeam und zum FH-Studium Automatisierungstechnik sind erhältlich unter www.fh-ooe.at/at und http://rrt.fh-wels.at

Quelle: FH OÖ