Zwei neue Professoren an der FH OÖ

Kürzlich haben Dr. Sylvia Fischer (37) und Dr. Martin Jordan (46) ihre Professur an der Fakultät für Technik und Umweltwissenschaften der FH OÖ in Wels angetreten. Die aus Wiesbaden stammende promovierte Sprachwissenschaftlerin Sylvia Fischer wird nach Stationen bei BASF, BMW Rolls-Royce, SAMSON AG und SAF-HOLLAND künftig im Studiengang Produktdesign und Technische Kommunikation lehren und forschen.

Der Maschinenbauer Martin Jordan aus Vöcklabruck hat nach seiner universitären Karriere an der TU München mehrere Leitungsfunktionen in der Raum- und Luftfahrt sowie in der Automobilindustrie ausüben können. Er verstärkt nun den Studiengang Mechatronik/Wirtschaft im Bereich Produktionswirtschaft.

Sylvia Fischer studierte an der Universität Mainz Englisch, Französisch, Italienisch und Technik. Sie verfasste ihre Diplomarbeit bei BMW Rolls-Royce über das Thema „Terminologie von Turbinenluftstrahltriebwerken“.

Nach ihrer beruflichen Karriere als technische Übersetzerin in der Industrie baute sie bei der SAF-HOLLAND GmbH die Abteilung „Technische Redaktion“ auf. Sie promovierte mit „magna cum laude“ an der Universität Mainz mit dem Thema „Verständlichkeit von Bedienungsanleitungen – Dysfunktionale Rezeption von Instruktionen“.

Daneben absolvierte sie die Ausbildung zur „Technischen Redakteurin (tekom)“ und sammelte Hochschulerfahrung als Lehrbeauftragte für technisches Englisch, Deutsch und fachsprachliche Kommunikation an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen, an der Hochschule Aschaffenburg und auch als Gastprofessorin an der FH Oberösterreich.

Sylvia Fischer wird im Welser FH-Studiengang PDK Lehrveranstaltungen im Bereich Wissenschaftliches Arbeiten, Theorie der Fachkommunikation, Lokalisierung von Instruktionstexten, Usability-Tests sowie die Betreuung von Bachelorarbeiten und interdisziplinären Praxisprojekten durchführen.

Der gebürtige Tiroler Martin Jordan studierte an der Technischen Universität München Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Produktionswirtschaft. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt bei Mannesmann/Demag in Südafrika promovierte Martin Jordan im Rahmen einer wissenschaftlichen Assistenz am Lehrstuhl für Thermodynamik der TU München mit Auszeichnung.

Die erste Station in der Wirtschaft war beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, wo er die Vorausentwicklung von Experimenten für die internationale Raumstation leitete. Von EADS führte seine berufliche Laufbahn zur Robert Bosch AG, bei der er anfänglich in der Entwicklung und Projektleitung für den größten Kunden im Bereich Großdieselmotoren verantwortlich war und anschließend Kostenoptimierungsprojekte und das Simultaneous Engineering für Großdiesel-Einspritzkomponenten leitete.

Nach einer kurzen Zwischenstation als Betriebsleiter eines kleinen Luftfahrtzulieferbetriebes ist Martin Jordan seit Oktober als hauptberuflich Lehrender im Bereich Produktionswirtschaft tätig. Sein Schwerpunkt liegt in der Optimierung und Verschlankung bei Produktionsprozessen sowie bei administrativen Prozessen.

Quelle: FH OÖ